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Mostgewicht
Mostgewicht

Zu Anfang des Spätsommers beginnen wir Winzer und auch die örtlichen Behörden mit dem Messen des Zuckergehaltes in den Trauben.
Der Zucker ist der Maßstab für die Reife und er bestimmt das Mostegwicht, das in Oechslegraden (° Oe) ausgedrückt wird.
Oechslegrade werden mit einem Refraktometer oder mit einer Mostwaage gemessen, einem thermometerähnlichen Gerät, mit dem das spezifische Gewicht des Mostes mit dem des Wassers verglichen wird.

Mit dieser Methode kann der Winzer den potentiellen Alkoholgehalt des fertigen Weins gut einschätzen.
Damit sich ein Wein als Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) qualifizieren kann, muß die Reife der Trauben mindestens 50 bis 60 Oechslegrade erreichen - je nach Traubensorte und Anbaugebiet.
 

Mindesmostgewicht:

Kabinett
Spätlese
Auslese
Beerenausl./Eiswein
Trockenbeerenausl.

ab:

67°
76°
83°
110°
150°
 


Ein plötzlicher Frost oder eine lange Regenperiode könnten die Ernte zerstören. Das hängt einmal vom Wetter ab, zum anderen vom Weinberg (Kleinklima und Bodenbeschaffenheit). Die verschiedenen Rebsorten werden zu unterschiedlichen Zeiten reif: der Müller-Thurgau (Rivaner) bereits ungefähr Ende September, der Riesling erst Mitte bis Ende Oktober oder November.
Prädikatsweine (QmP) müssen deutlich höhere Mostgewichte (Oechslegrade) aufweisen.

Letztlich bestimmt der Winzer, wie lange er es riskieren kann, seine Trauben am Rebstock hängen zu lassen - will er Trauben für einen QbA oder Spätlese ernten oder sogar für eine Beerenauslese ?